22. Oktober 2026

Newsletter aeesuisse Aargau Herbst 2026

In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Aktivitäten, aktuelle politische Entwicklungen, die Aktivitäten unseres nationalen Dachverbands sowie kommende Veranstaltungen.

Innovationspreis für die Energiewende im Aargau

Am kommenden Energieanlass des Hightech Zentrums Aargau wird die aeesuisse Aargau erstmals ihren neuen Innovationspreis lancieren. Mit der Auszeichnung sollen innovative Projekte, Unternehmen und Persönlichkeiten sichtbar gemacht werden, die mit ihren Ideen und Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Kanton Aargau leisten. Weitere Informationen zur Ausschreibung und zu den Teilnahmebedingungen folgen in Kürze.

Flyer Energieanlass 2026

Neuer Energiemonitor zeigt kantonale Unterschiede

Zum Energiemonitor

Mit dem neuen kantonalen Energiemonitor der aeesuisse wird sichtbar, wie weit die Kantone bei der Umsetzung der Energiewende fortgeschritten sind und wie unterschiedlich die regulatorischen Rahmenbedingungen ausgestaltet sind. Verglichen werden unter anderem Grenzwerte für graue Energie, die Pflicht zur Eigenstromerzeugung bei Neu- und Bestandsbauten sowie die Vorschriften zum Heizungsersatz.

Während einzelne Kantone bei Solarpflichten, Vorgaben für den Heizungsersatz oder Grenzwerten für graue Energie vorangehen und damit klare Investitionssignale setzen, bewegt sich der Aargau in mehreren Bereichen lediglich im Mittelfeld oder gehört sogar zu den Schlusslichtern. Dabei sind die Herausforderungen bekannt: Der Gebäudepark verursacht einen grossen Teil des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen, gleichzeitig liegt hier ein erhebliches Potenzial für mehr Energieeffizienz und die Produktion erneuerbarer Energie. Andere Kantone nutzen ihre Handlungsspielräume bereits konsequent, etwa mit strengeren Vorgaben beim Heizungsersatz oder weitergehenden Anforderungen an die Eigenstromerzeugung. Der Aargau setzt dagegen bislang stärker auf Anreize und Förderinstrumente als auf regulatorische Leitplanken.

Gerade deshalb erhalten die aktuellen energiepolitischen Geschäfte besondere Bedeutung. Die Solarinitiative, die Weiterentwicklung des Förderprogramms Energie und die laufenden Arbeiten an der Energiestrategie energieAARGAU sind weit mehr als Einzelprojekte. Sie entscheiden mit darüber, ob der Aargau im interkantonalen Vergleich aufholt oder weiterhin zuschaut, wie andere Kantone die Rahmenbedingungen für die Energiewende konsequenter ausgestalten.

Kantonale Politik – Fokus Aargau

In der kantonalen Energiepolitik stand in den vergangenen Monaten vor allem die Weiterentwicklung des Förderprogramms Energie 2027–2030 im Fokus. Die Anhörung im Frühjahr, an der die aeesuisse Aargau teilnahm, zeigte eine breite Unterstützung für die Fortführung des Programms. Gleichzeitig forderten zahlreiche Akteure eine stärkere Ausrichtung auf jene Massnahmen, die für die Erreichung der Energie- und Klimaziele besonders wichtig sind. Im Zentrum standen dabei die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sowie der Ausbau erneuerbarer Energien.

Die grösste energiepolitische Weichenstellung der vergangenen Monate betrifft das Förderprogramm Energie 2027–2030. Nach der Anhörung hat der Regierungsrat die Vorlage substanziell überarbeitet und den beantragten Verpflichtungskredit erhöht. Ausschlaggebend waren insbesondere Rückmeldungen, wonach die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung stärker unterstützt werden soll. Zusätzliche Mittel sind deshalb für die Förderung von Wärmenetzen und den Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpen vorgesehen. Damit trägt die Botschaft dem Umstand Rechnung, dass gerade im Wärmebereich der grösste Hebel zur Reduktion der CO₂-Emissionen und zur Erreichung der Ziele von energieAARGAU liegt. Gleichzeitig bestätigt der Regierungsrat seinen Ansatz, die Energiewende primär über Anreize und Fördermittel, statt über zusätzliche regulatorische Vorgaben voranzutreiben. Die anstehenden Beratungen im Grossen Rat werden deshalb richtungsweisend für die zukünftige Energiepolitik des Kantons sein.

Nationale Aktivitäten – aeesuisse

Der Bund treibt mit der Beschleunigungsvorlage den Ausbau von Stromnetzen und Energieinfrastrukturen voran. Das Bundesparlament hat die Vorlage am 2. Oktober verabschiedet (Medienmitteilung der aeeuisse). Die Rahmenbedingungen für lokale Energiegemeinschaften (LEG) werden weiterentwickelt. Eine LEG soll künftig nicht mehr nur auf gleicher Netzebene sondern innerhalb des gleichen Netzgebietes umsetzbar sein. Der Nationalrat unterstützt das Anliegen, in einem nächsten Schritt berät die zuständige Kommission des Ständerats den Vorstoss. Zudem unterstützt die aeesuisse das geplante «Recht auf Laden» für Mieterinnen, Mieter und Stockwerkeigentümer. Die Verhandlungen zum Stromabkommen mit der EU bleiben ein zentrales Thema für die Versorgungssicherheit und die Integration der Schweiz in den europäischen Strommarkt. Die aeesuisse befürwortet das Abkommen ausdrücklich. Und schliesslich engagiert sich die aeesuisse gegen die Waldschutz- und Gemeindeschutz-Initiativen, welche den Ausbau der Windenergie erheblich erschweren würden.

Veranstaltungen und Termine

Bevorstehende Veranstaltungen von Partnerorganisationen: